Die Verbrecher sitzen im Reichstag

Gestern, bei meinem Platzverweis vom Montagsspaziergang in „meiner“ Stadt wegen nicht getragener Maske, sagte ich zum Abschied dem jungen Polizisten, er möge sich bitte um die echten Verbrecher kümmern, und dass die im Reichstag sitzen.

Den Reichstag hätten wir nicht mehr, war die Antwort.

Tja, aber sicher doch hat es den Reichstag noch, das ist das Berliner Gebäude in welchem der Bundestag seine Sitzungen abhält, und es heißt seit 1894 so. Aber da kann man es mal wieder sehen, junge und geschichtsblinde Polizisten setzen ohne Sinn und Verstand totalitäre Zucht durch, obwohl es (sie haben einen Eid darauf geschworen) ihre zwingende Aufgabe wäre, vor der Befolgung von Befehlen deren Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz zu überprüfen. Und in einem mehrstufigen Prozess zu remonstrieren, wenn sie sich dabei nicht absolut sicher sind.

Naja, ich wurde wenigstens nicht erschossen. Immerhin. Das ist doch schon was.

Maskenauflagen sind offenbar die neue Strategie der Politik, um die Montagsspaziergänge zu unterdrücken. Absolut sinnfreier und wissenschaftlich in überhaupt keiner Weise begründbarer Maskenzwang im Freien, um die Proteste ins Lächerliche zu drehen – gegen Masken demonstrieren, aber dafür Maske aufsetzen? Pah. Wenn aber 90% mitmachen, wie gestern bei „meinem“ Spaziergang, dann funktioniert das leider. In Nürnberg hingegen, letztes Wochenende, hat sich einfach niemand dran gehalten, und natürlich waren die paar Polizisten gegen die riesige Menge machtlos.

Die Verbrecher sitzen im Reichstag… ich mach dem jungen Polizisten ja gar keinen Vorwurf. Es bräuchte viel Mut, gegen den allgemeinen herrschenden Druck dem eigenen Urteil zu vertrauen. Und er war wohl noch viel zu jung, um diesen Herzensmut gefunden haben zu können. Trotzdem, er ist ganz bestimmt Polizist geworden, weil er die Schwachen vor den Starken beschützen will – es mag Psychopathen geben bei der Polizei, wie überall, aber für die große Mehrheit gilt das, denke ich. Wie also wird dieser junge Mann sich fühlen, eines Tages, wenn er begreift, dass er als Werkzeug für das absolut Böse missbraucht wurde? Und mitgemacht hat, weil er zu feige und zu bequem war, sich für den Ruf seiner Seele zu bekennen und dafür einzustehen, als es von ihm gefordert war?

Es ist ein anderes Land geworden. Ein Land, in dem vorsätzlich und organisiert Kinder umgebracht werden, einfach so. In welchem man die Menschen zwingt, durch giftige Lappen zu atmen, um sie ihrer Wesensmerkmale und damit des Zusammenhalts unserer Spezies zu berauben. Ein Land, in dem alles nur noch Lüge ist. Für ein Virus, das noch niemand irgendwo nachweisen konnte.

Und die Polizisten schauen weg, agieren wie blinde Roboter. Feige und bequem, wie gesagt. Alles längst aus der Geschichte bekannt, die Mechanismen sind immer dieselben… ich darf strafbewehrt derartige Parallelen nicht ziehen, aber dieser mutigen Frau kann man es nicht verbieten. Und sie weiß, was geschieht, das große Morden hat wieder einmal begonnen. Längst sterben weltweit so viele, und noch mehr werden lebenslang schrecklich versehrt. Völlig sinnlos, denn es sind gerade die Jungen, die sterben, oder für den Rest ihrer Zeit verletzt werden, und die haben nahezu kein Risiko durch Covid.

Vielleicht denkt der junge Polizist von gestern abend noch einmal an mich, nach dem Schlaganfall oder der Herzentzündung nach dem soundsovielten „Booster“.

Die Verbrecher sitzen im Reichstag.