Imperium der Lügen

Wieviel Lüge hält eine menschliche Gemeinschaft aus? Sehen Sie, das, was wir heute als Staaten wahrnehmen, das hat einen evolutionären, beziehungsweise biologischen Kern. Man sagt, die Keimzelle einer Gesellschaft sei die Familie, aber dem möchte ich widersprechen. Ich denke, die Keimzelle jeder menschlichen Ordnung eines Zusammenwirkens ist vielmehr die Sippe. Weil, ganz einfach, Papa und Mama krank werden können. Und, wie jeder Elter weiß, es ist nicht das Schlimmste, wenn das Kind krank ist. Sondern wenn man selber ebenfalls krank ist.

Auch bei unseren nächsten Verwandten, den Affen, funktioniert das nicht so, dass da eine Familie irgendwo im Urwald haust. Das sind immer kleine Verbünde bei denen, eben eine Sippe. Das Leben zu bewahren, und in die Ewigkeit zu reichen ist eine viel zu schwierige Aufgabe, als dass zwei Erwachsene sie bewältigen könnten.

Setzt man dies als gegeben voraus, erschließt sich leicht, je größer der Verbund, desto besser die Chancen. Und ich glaube, der rasante Aufstieg der Spezies Homo Sapiens zur dominierenden Art dieses Planeten hat vor allem damit zu tun, dass sie in der Lage war, Strukturen zu bilden, die weit über lokale Sippen hinausgingen.

Woher aber kommt der Gemeinsinn, das eigene Wohl unter das des Verbundes zu stellen? Denken Sie an die „Tragik der Allmende“ – ein allgemein verfügbares Gut wird schnell übernutzt und damit für alle wertlos, wenn jeder nur nach dem eigenen größten Vorteil handelt. Was also veranlasst den Einzelnen, zurückzustecken – im Interesse der Gemeinschaft zu agieren?

Es sind gemeinsame Werte, und vor allem das Vertrauen darauf, dass diese gemeinsamen Werte von allen geteilt werden. Wenn ich als Individuum diese gemeinsamen Werte als wichtiger einschätze, als meinen persönlichen Vorteil, und zwar, weil ich langfristig mehr von diesen Werten profitiere als von einem kurzfristigen eigenen Vorteil, dann bin ich bereit, zurückzustecken, um für alle, also auch für mich, das insgesamt bessere Ergebnis erzielen zu können.

Allerdings, und darum ist das Vertrauen so wichtig, nur dann, wenn ich mich darauf verlassen kann, dass die anderen ebenso handeln.

Nun wäre es weltfremd, anzunehmen, alle Individuen eines Verbundes würden ideal die gemeinsamen Werte leben. Dies wird vielmehr noch nicht einmal einem Einzelnen gelingen, geschweige denn jedem. Das ist auch gar nicht verkehrt, sondern es geht nicht anders. Wenn es unser Ziel wäre, das nächste Sonnensystem zu erkunden, nützt uns das gar nichts, wenn wir, weil wir dauernd in den Himmel gucken, in den nächsten Laternenmast knallen. Sprich, egal wie die langfristigen Ziele sind, das kurzfristige, und auch individuelle, Geschehen wird – und muss – im Zweifel trotzdem immer vorgehen.

Wenn es also klar ist, dass die gemeinsamen Werte und Ziele stets nur ein Ideal sein können, das man anstreben, aber nie erreichen kann, dann ist es auch klar, dass ein gewisses Maß an Lüge in jeder menschlichen Gemeinschaft immer vorhanden sein wird.

Wieviel davon aber hält eine Gesellschaft aus? Mit anderen Worten, wann zerbricht der Konsens der gemeinsamen Werte, ist das Vertrauen, dass ich langfristig von der Gemeinschaft mehr profitiere, als davon, einfach nur rücksichtslos den eigenen Vorteil zu suchen; ab welchem Grad der „Verlügung“ ist dieses Vertrauen zerstört?

Wir wurden belogen über den Kosovo. Wir wurden belogen über Jugoslawien. Wir wurden belogen über 9/11 (falls Sie das anders sehen, beantworten Sie mir bitte, warum WTC7 im freien Fall kollabiert ist). Wir wurden belogen über Afghanistan. Die angeblichen Terroristen kamen aus Hamburg, nicht aus Afghanistan. Wir wurden belogen über den Irak. Es gab dort keine Massenvernichtungswaffen, und schon gar keine, mit denen der Irak binnen 20 Minuten in Amerika einen Massenmord hätte anrichten können (Powell hat das vor der UN genau so behauptet). Wir wurden belogen über die Schweinegrippe. Und wir werden belogen über Covid – es spricht doch Bände, dass die CDC sich weigert, alle Daten zur Impfkampagne öffentlich zu machen, weil das den „Verschwörungstheoretikern“ in die Hände spielen könnte. Welchen Grund sollte das denn haben, außer, dass die recht haben? Mit anderen Worten, dass die experimentelle mRNA-Giftgülle nichts weiter ist als heimtückischer Massenmord?

Und nun werden wir also schon wieder belogen über die Ukraine. Russland macht exakt das Gleiche, was wir (der Westen) getan haben im Kosovo, in Afghanistan, im Irak, in Libyen, in Syrien. Und so weiter. Regime-Change, weil man aus humanitären Gründen angeblich eingreifen musste. Schlicht kein Unterschied, Russland kann seine Intervention genauso gut, oder vielmehr schlecht, rechtfertigen, wie wir die unseren gerechtfertigt haben.

Russland erkennt den Donbass als unabhängig an, verspricht ihm seinen Schutz und stellt unmissverständlich klar, dass es jedes Mittel einsetzen wird, um diesen Schutz zu gewährleisten. Die Antwort der Ukraine? Einen Tag nach dieser Anerkennung eine Großoffensive der ukrainischen Armee gegen den Donbass (aber das erzählt Ihnen unsere Presse selbstverständlich nicht). Woraufhin am nächsten Tag, Putin hatte es ja glasklar angekündigt „jedes Mittel“, Russland in die gesamte Ukraine einmarschiert, um sie zu entwaffnen. Und um die Regierung zu stürzen.

Wo genau ist da der Unterschied zum Vorgehen der Amerikaner im Kosovo? Die nach dessen Anerkennung und der Errichtung einer Militärbasis dort als Nächstes Serbien überfallen haben, weil es die Abspaltung des Kosovo nicht hinnehmen wollte. Wo ist der Unterschied zum Vorgehen der Engländer in Libyen oder der Amerikaner in Syrien? Irgendwelche bösartigen Halsabschneider-Terroristen unterstützen, wenn nur ja die Regierung wegkommt, die einem nicht in den Kram passt? Das dürfen wir? Aber nicht die anderen, die dürfen gar nichts?

Wenn wir es dürfen, WARUM sollen es die anderen denn nicht dürfen? Das ist alles nur Lüge, Lüge, Lüge. Wir stellen Werte auf, an die sich nur die anderen halten sollen, machen selbst aber ständig immer nur das, was uns in den egoistischen Kram passt. Und wundern uns dann, wenn die anderen irgendwann nicht mehr mitspielen. Weil sie unsere Lügen durchschauen.

Deswegen ist es aber noch lange nicht richtig, was Putin macht, bitte verstehen Sie mich recht. Nur weil ein anderer ein Arschloch ist, hat man nicht die Erlaubnis, selber eines zu sein. Den Donbass anzuerkennen, und dann zu verteidigen aus humanitären Gründen, das könnte man ja nachvollziehen, aber dafür einen Regime-Wechsel ausüben zu wollen, überschreitet meiner Meinung jede humanitäre Rechtfertigung. Aber er macht eben auch nur das, was wir dauernd und wieder und wieder machen, und sagt sich eben, gleiches Recht für alle.

Wenn das Maß an Lüge in der menschlichen Gemeinschaft zu groß wird, dann geht nun einmal alles den Bach herunter und jeder sucht nur noch seinen persönlichen größten Vorteil.

Aber jetzt haben wir (der Westen) ein Problem mit diesem rücksichtslosen Egoismus. Jahrzehnte sind wir damit durchgekommen, weil wir die Stärksten waren, und die anderen deshalb kuschen mussten. Doch jetzt haben die immer absurderen Lügen uns selbst innerlich zersetzt und zerfressen.

»Als ehemaliger Reserveoffizier frage ich mich heute: Würde ich noch für mein Land kämpfen? Für diese Regierung? Für das was in den letzten 10 Jahren in diesem Land abgelaufen ist? Nein! Da sollte man schon diejenigen Kämpfer zum Verteidigen Deutschlands einziehen, die für offene Grenzen, Gender-Gaga, Islamisierung und Corona-Zwangsmaßnahmen waren und Freitags immer die Schule schwänzen. Wird bestimmt eine hoch motivierte Truppe sein. Ich liege dann lieber irgendwo am Pool im Exil.« (Kommentar aus Telegram)

Wir sind einer Bande von Lügnern aufgesessen, die uns ausgelutscht haben, uns in die Selbstdestruktion getrieben haben. Diese Lügner wollen nun einfach weiterziehen und sich in Russland und China parasitär weiterbedienen. Sie sind auch schon längst dort, bitte täuschen Sie sich nicht. All die Streitereien im Vordergrund sind nur Ablenkungsmanöver, beide Seiten werden von den gleichen bösen Mächten kontrolliert, und die hetzen nun die einfachen Menschen aufeinander, damit sie nicht merken, was wirklich los ist.

Warum ich all dies schreibe, mögen Sie fragen? Tja, das frage ich mich manchmal auch. Ich könnte nämlich problemlos bereits am Pool im Exil liegen. Und hier zu schreiben, bringt meine Möglichkeiten dafür durchaus in Gefahr, dessen bin ich mir bewusst. Aber ich bin nun einmal Mitglied einer Sippe, einer recht großen sogar. Und ich könnte die nicht alle ebenfalls retten. Abgesehen davon liebe ich meine (Wahl-) Heimat Deutschland, und Europa, die Wiege der wunderschönen abendländischen Kultur, erst recht.

So gehe ich also auf Demos, obwohl es da immer verrückter wird. Während die im Fasching besoffen und ohne Maske auf Tuchfühlung gehen, hetzt man auf uns gestörte Hunde mit Schlagstöcken, wenn nur der Maulkorb unter der Nase hängt. Und ich schreibe hier, weil ich die Hoffnung nicht aufgeben will und werde.

Denn. Wer den Planeten in diesen beklagenswerten Zustand getrieben hat, das sind in letzter Konsequenz nur ein paar Tausend und deren paar Millionen Helfershelfer.

Wir sind viel, viel, viel mehr.

Wir müssten nur erkennen, was wirklich gespielt wird – und dann dieses Pack schleunigst zum Teufel jagen. Wo es herkommt.